New York – Das Medikament Lyrica (Wirkstoff: Pregabalin) hat in einer Phase-III-Studie an Patienten mit diabetischer Neuropathie keine bessere Wirkung erzielt als Placebo. Eine weitere Studie bei Patienten mit HIV-assoziierter Neuropathie wurde nach einer enttäuschenden Zwischenauswertung vorzeitig abgebrochen.
Pfizer hat Lyrica 2004 als Nachfolgeprodukt des Antiepileptikums Neurontin (Wirkstoff: Gabapentin) eingeführt. Beide Medikamente sind auch zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen zugelassen. Diese Indikation ist in den letzten Jahren zu einem Haupteinsatzgebiet geworden. Lyrica entwickelte sich in den Folgejahren zu einem der umsatzstärksten patentgeschützten Arzneimittel (2009 Platz 12 in Deutschland).
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In den USA ist Lyrica explizit zur Behandlung der diabetischen Neuropathie zugelassen. Die Indikation basiert auf den Ergebnissen aus zwei randomisierten Studien, in denen Pregabalin eine bessere Wirkung erzielte als Placebo. In der jetzt beendeten Phase-III-Studie war dies nicht der Fall. An der Studie hatten an 173 Zentren vor allem in Nordamerika 665 Patienten teilgenommen, deren diabetische Neuropathie nicht ausreichend auf andere Medikamente angesprochen hatte.
weiter via Deutsches Ärzteblatt: Neuropathie: Lyrica enttäuscht in zwei Studien.


